Unser Zuhause in China

Von der Übergangswohnung zu unserem Apartment für die nächsten drei Jahre

Bereits in Deutschland mussten wir uns anhand eines Katalogs für eine Unterkunft entscheiden, in der wir die ersten Wochen in Peking verbringen wollten. Die Wahl fiel auf die Kerry Residence, ein modernes Serviced-Apartment mitten im Herzen des Chaoyang Districts, zentral, gepflegt und optisch sehr ansprechend.

Bei der Einrichtung wurde besonders auf praktische Details geachtet: Viele Einbauschränke bieten ausreichend Stauraum, sodass wir unsere Koffer und Kleidung problemlos verstauen können. Selbst der Waschtrockner ist elegant hinter einer Schranktür versteckt.

Ich liebe außerdem die Nachttische, bei denen man die Kabel clever hinter einer kleinen Klappe verschwinden lassen kann, so bleibt alles schön clean und ordentlich. Auch unser Bett ist perfekt durchdacht: Auf jeder Seite befinden sich Schubladen, was zusätzlichen Stauraum schafft, ähnlich wie wir es schon von zuhause gewohnt waren.

Ein kleiner Wermutstropfen ist der Mülleimer, der etwas im Weg steht. Dafür finde ich es schön zu sehen, dass hier tatsächlich auch versucht wird auf Mülltrennung zu achten.

Ein witziges Detail: Wenn man sich auf den Bürostuhl setzt, passt man nicht mehr unter den Schreibtisch, da dieser zu hoch ist und der Stuhl keine Höhenverstellung hat 😄

Wie in fast allen chinesischen Wohnungen gibt es natürlich auch hier eine Klimaanlage, die sowohl im Sommer kühlt als auch im Winter heizt, ein echtes Must-have in Peking.

Die Anlage

Unser Gebäude ist direkt mit einer angrenzenden Mall verbunden, die genau wie unser Apartment zum Unternehmen Kerry gehört. Außerdem gibt es noch das Kerry Hotel, in dem Gäste übernachten können.

Besonders auffällig (und typisch für China) sind die großen Einfahrten vor den Gebäuden. Diese sind meist als Einbahnstraße mit zwei Spuren angelegt, eine zum Halten oder Warten und die andere zum Vorbeifahren. Morgens spielt sich hier regelmäßig ein kleines Schauspiel ab: Eine lange Reihe von mindestens zehn Autos steht auf der rechten Spur, während die Fahrer geduldig auf ihre Kundschaft warten. Wenn es regnet, nutzen sie die Zeit, um ihre Autos zu trocknen, zu polieren oder sich miteinander zu unterhalten. Sobald der Fahrgast kommt, steigen sie ein, ziehen auf die linke Spur und fahren los. Manche Fahrer sind fest bei einer Person/Familie angestellt, andere arbeiten als Didi-/ Taxi-Fahrer auf Abruf.

Die Lobby ist modern eingerichtet und wir werden jedes Mal freundlich begrüßt. Die Mitarbeitenden sind unglaublich hilfsbereit und aufmerksam. Zur Begrüßung steht dort immer frisch gebrühter Tee und Wasser bereit. Türen und Aufzüge lassen sich nur mit Zimmerkarte öffnen, ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit. 

Auch das Sportangebot lässt keine Wünsche offen: Ein großes Fitnessstudio mit vielfältigen Kursen, darunter Yoga und sogar Reformer-Pilates. Außerdem gibt es Indoor-Tennis-, Tischtennis- und Basketballplätze sowie ein angenehm beheiztes Schwimmbad (selbst für mich, die eigentlich immer friert!). All diese Angebote können kostenlos genutzt werden, nur wer einen Personal Trainer möchte, zahlt extra.

Zusätzlich gibt es Meetingräume, eine Bibliothek, ein Teezimmer und eine Gemeinschaftsküche, in der regelmäßig Kochevents stattfinden. Diese Woche wurde dort zum Beispiel Kürbisschnitzen angeboten. Die fertigen Kunstwerke schmücken nun die Flure, damit die Kinder beim „Süßes oder Saures“-Spielen von Apartment zu Apartment in Halloween-Stimmung kommen.

Die Anlage bietet also wirklich alles, was man braucht: Komfort, Sicherheit und zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit aktiv zu gestalten.

Der erste Schritt – unsere Wohnungssuche

Direkt nach unserer Ankunft standen zwei volle Tage Wohnungsbesichtigungen auf dem Programm.

Unser Ziel: schnell ein „Zuhause auf Zeit“ finden.

Unsere Kriterien:

– Gute Verkehrsanbindung für Nicos Arbeitsweg

– Fitnessmöglichkeiten

– Nähe zur U-Bahn

– Zentrale Lage

– Moderne und helle Einrichtung

Mit Hilfe einer Maklerin, die uns von Nicos Arbeitgeber gestellt wurde, besichtigten wir 17 Wohnungen in zwei Tagen.

Dabei sind uns ein paar interessante Unterschiede zu Deutschland aufgefallen: Eine Spülmaschine oder ein Backofen gehören hier tatsächlich nicht zur Standardausstattung, dafür findet man in vielen Küchen Gasherde. Im Badezimmer sind die Toiletten extrem modern, häufig mit Sitzheizung, Beleuchtung und allerlei weiteren Funktionen ausgestattet.

Nach der Golden Week mussten wir uns überlegen, welche Option die Beste ist. Zwei Wohnungen gefielen uns besonders, hatten aber Nachteile: die eine über Budget, die andere wirkte zu sehr wie ein Hotel, und beide lagen zu weit von Nicos Bushaltestelle entfernt. Außerdem stand noch eine dritte Möglichkeit im Raum: in unserem aktuellen Apartment bleiben, das ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht war.

Unser Zuhause für die nächsten drei Jahre

Nach den Feiertagen gaben wir der Maklerin Bescheid, welche drei Wohnungen für uns in Frage kommen. Gleichzeitig fragten wir nach, ob es möglich wäre, einfach ein paar Stockwerke höher in unserem aktuellen Gebäude zu ziehen.

Die Antwort kam noch am selben Tag: Ja, ein paar Etagen höher wäre noch eine passende Wohnung frei, die wir am nächsten Tag sogar direkt besichtigen konnten.

Also setzten Nico und ich uns daraufhin zusammen und entschieden:

Wir bleiben!

Wir fühlen uns hier wohl, lieben die zentrale Lage, die Ausstattung und das vielfältige Sportangebot. All das passt perfekt zu unserem Alltag.

Der Umzug zum 1. November (hoffentlich) bringt zwar keine großen Veränderungen mit sich, da das Layout und die Einrichtung genau gleich sind wie in unserem bisherigen Apartment (siehe Videos und Bilder oben). Doch das neue Apartment bietet einen noch schöneren Blick über die Skyline und sorgt für mehr Ruhe vom Straßenverkehr.

Unsere Umgebung – mitten im Herzen von Chaoyang

Direkt vor unserer Haustür gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

Kerry Mall: Kleidung, Supermarkt, Friseure (bei einem war Nico bereits Gast) und Restaurants – international wie chinesisch.

China World Mall: Luxus, internationale Marken, Spielzeugläden, Foodcourt.

The Place: Berühmt für die riesige LED-Decke, Restaurants, Bars und Shops – besonders abends beeindruckend.

CBD Park: Outdoor-Einkaufsviertel, kreisförmig aufgebaut, mit viel Grün angelegt.

Wir leben hier sehr international: Pizza, Döner oder Burger und traditionelle chinesische Küche, alles nur wenige Schritte entfernt. Die nächste U-Bahn-Station ist drei Minuten entfernt, von dort fünf Minuten nach Sanlitun, dem Hotspot für Bars oder zum Chaoyang Park, ideal für Spaziergänge im Grünen.

Und auch wenn der Umzug selbst unspektakulär ist, freuen wir uns darauf, endlich unsere Koffer vollständig auspacken zu können, Kleinigkeiten wie einen Wäscheständer zu besorgen und einfach zu 100 % in unserer Wohnung anzukommen.

Ein Gedanke zu “Unser Zuhause in China

  1. Liebe Lea, lieber Noco,
    durch Euren Blog bekommen wir einen guten Einblick in Euer „Neues Leben“. Drei Jahre, da muss man sich entsprechend einrichten. China ist ja riesig – aber Ihr seid noch dazu in der Hauptstadt Peking. Da fällt mir nur das Lied von den „Nine Million bicycles in Bejing“ ein. Menschen, Fahrräder, Mopeds,Autos und Rikschas.
    Ich bin auf Eure Fortsetzungen gespannt. Passt auf Euch auf und
    Liebe Grüße
    Christiane und Gerhard

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