Vietnamesische Sommerrollen

Am Dienstag stand bei mir etwas ganz Besonderes auf dem Programm: ein vietnamesischer Kochkurs, organisiert durch die deutsche Patengruppe.

Der Kurs fand im Restaurant Susu statt, einem charmanten, modernen vietnamesischen Restaurant, mit mehreren Standorten in Peking.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Besitzer, zeigten uns zwei der Chefköche/inen Schritt für Schritt, wie man Sommerrollen in verschiedenen Varianten zubereitet.

Was auf den ersten Blick simpel aussieht, hat doch seine Tücken: Das feine Reispapier darf weder zu trocken noch zu weich sein, sonst reißt es beim Rollen. Aber mit etwas Übung und jeder Menge Spaß klappte es bei uns allen erstaunlich gut!

Typischerweise werden die frischen Rollen mit einem Erdnuss-Dip serviert, im Susu gab es dazu aber noch zwei weitere Dips – natürlich alles streng geheime Hausrezepte.

Nach dem Rollen und Probieren folgte ein köstliches Lunch-Menü mit Getränk. Besonders spannend fand ich den Fisch „La Fong“, der traditionell mit einer kräftigen Garnelen-Sauce serviert wird. Im Susu wird allerdings eine hauseigene, mildere Variante verwendet, für mich deutlich angenehmer und geschmacklich perfekt abgestimmt.

Dazu gab es neben einer Passionsfrucht-Limo auch noch Krabbenchips, Erdnüsse, Gemüse, Frühlingsrollen (vegetarisch und mit Fleisch), eine dampfende Schüssel Pho (wahlweise mit Rind oder Huhn) und ein cremiges Tofu-Curry.

In meiner Rubrik „Kulinarisches“ möchte ich euch die Asiatische Küche näher bringen, sodass ihr sie Zuhause auch erleben könnt.

Rezepte:

Variante 1 – Garnelen-Sommerrolle

Zutaten:

Garnelen (längs halbiert)

Karotten und Sellerie in feine Stifte geschnitten (blanchiert)

Gurke in Sticks

Salat

Frische Minze

Reisnudeln

Reispapier

Variante 2 – Beef-Sommerrolle

Zutaten:

Pulled Beef

Gurke

Salat

Basilikum

Reisnudeln

Reispapier

Variante 3 – Tofu-Sommerrolle

Zutaten:

Tofu (am besten Seidentofu, über Nacht in Sojasauce eingelegt)

Karotten, Sellerie und Pilze in feine Stifte geschnitten (blanchiert)

Gurke

Minze

Reisnudeln

Reispapier

Zubereitung (für alle Varianten) :

Lege das Reispapier auf ein Brett, das mit einem Küchentuch umwickelt ist.

Etwas lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben und das Reispapier mit den Händen auf beiden Seiten sanft befeuchten– nicht einweichen lassen!

Dann mit den vorbereiteten Zutaten belegen:

Zuerst die untere Seite des Reispapiers über die Füllung klappen, dann die obere Seite, und anschließend von der Seite her fest aufrollen.

💡 Tipp:

Wenn das Reispapier zu nass ist, reißt es beim Rollen. Wenn es zu trocken ist, bricht es. Die Kunst liegt also im perfekten Mittelmaß und ein bisschen Geduld.

Zum Schluss nur noch mit den Dips genießen und fertig ist euer kleines vietnamesisches Geschmackserlebnis!

Da es diesen leider nicht als Rezept gab, hab ich euch einfach meine eigene Kreation aufgeschrieben:

Ingwer-Erdnuss-Dip:

1,0 TL frischer Ingwer, fein gehackt

2,0 EL Erdnussbutter

1,0 EL Sojasauce

1,0 EL Limettensaft

1,0 TL Zucker oder Agavensirup

1,0 EL Wasser

Fakten zu den Sommerrollen

Herkunft:

Sommerrollen, auf Vietnamesisch Gỏi cuốn, stammen ursprünglich aus Südvietnam. Traditionell werden sie kalt serviert, im Gegensatz zu Frühlingsrollen, die frittiert werden.

Gesunde Allrounder:

Sommerrollen sind kalorienarm, leicht und voller Vitamine. Sie werden häufig mit Kräutern wie Minze, Thai-Basilikum oder Koriander verfeinert, was sie besonders aromatisch macht.

In Asien isst man Sommerrollen mit den Fingern, das Rollen ist eine Kunst, aber das Genießen bleibt ganz unkompliziert!

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Neben dem Kochkurs erlebte ich diese Woche auch eine kleine Shopping-Odyssee:

Ich war gleich in zwei Einkaufszentren unterwegs: einmal, um einer Freundin beim Taschenkauf zu helfen und an einem anderen Tag, um mich durch die riesige Welt von Bairong zu kämpfen.

Bairong, von mir liebevoll „Amazon vor Ort“ genannt, besteht aus zwei Gebäuden mit je sechs Etagen.

Eins voll mit Kleidung, das andere ein Paradies aus Spielwaren, Dekoartikeln, Stoffen, Haushaltswaren und allem, was man nicht braucht, aber unbedingt haben will.

Ich hatte mir am Vorabend extra eine Einkaufsliste geschrieben …

und am Ende habe ich neun Dinge gekauft, aber nur zwei davon standen auf der Liste.

Der Rest war spontane Begeisterung und ein bisschen Reizüberflutung. Aber ganz ehrlich: Wie konnte ich mich bitte vorher schminken, ohne dieses fantastische Haarband?

Besonders dankbar war ich für meine liebevollen Begleitungen, die sich schon länger hier auskennen und mir das Einkaufszentrum zeigten. Ohne sie hätte ich mich schnell verloren gefühlt und der Tag hätte nur halb so viel Spaß gemacht.

Mittags genossen wir noch gemeinsam die riesige Food-Abteilung, in der jeder genau das auswählen konnte, worauf er Lust hatte. Ich entschied mich für jiǎo zì – kleine, gedämpfte Dumplings. Danach stöberten wir noch ein wenig weiter, bevor wir gegen 16 Uhr den Heimweg antraten.

Unser Wochende

Am Samstag starteten wir unsere Mission, Hosen für Nico zu finden, allerdings sind westliche Marken hier deutlich teurer als in Deutschland, sodass wir nicht fündig wurden. Stattdessen entdeckte Nico ein Lego-Imitat der G-Klasse, das er über das Wochenende aufbaute. Inzwischen ist es unser erstes dekoratives Highlight im Apartment. Besonders amüsant: In der Nacht stand er auf, um den 1. FC Kaiserslautern zu schauen und nutzte die Zeit gleichzeitig, um weiter am Lego zu bauen.

Nach dem Einkauf ging es sportlich weiter: Tischtennis! Nico spielt seit zwei Wochen regelmäßig freitags in der Mittagspause mit seinem Team und er wollte mir unbedingt auch zeigen, wie viel Spaß es macht. Wir habenNach ein paar ausgelassenen Matches und viel Gelächter machten wir uns frisch, gingen noch Steak und Pommes essen und ließen den Tag gemütlich zu zweit ausklingen.

Am Sonntag war ich dann noch einmal mit Nico in Bairong. Beim zweiten Besuch war ich schon entspannter und konnte gezielter einkaufen. Wir haben gemeinsam einige Punkte unserer To-do-Liste abgehakt: Trinkflaschen, Glas-Aufbewahrungsboxen für Lebensmittel, ein Stativ und ein Holzschneidebrett. Langsam füllen sich unsere Schränke, und man merkt richtig, wie das Zuhause langsam Gestalt annimmt.

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